Spurenelemente sind ebenfalls anorganische Verbindungen im Körper, die in einer geringeren Konzentration
als die Mengenelemente vorkommen. Trotzdem sind sie für den Körper essentiell. Sie sind ebenfalls an der
Regulation des Stoffwechsels beteiligt und werden für optimale körperliche und geistige Leistungsfähigkeit benötigt



1. Chrom
Reich an Chrom sind besonders Fleischprodukte, Bierhefe, Käse und Vollkornprodukte. Chrom ist ein essentielles Spurenelement für den Kohlenhydrat- und
Fettstoffwechsel. Es unterstützt den Muskelaufbau und die Insulinsensivität an den Zielzellen des menschlichen Organismus.
Bei Chrom gibt es Formen mit unterschiedlicher Bioverfügbarkeit, so wird das Chrompicolinat deutlich besser als normales Chrom resorbiert.
2. Cobalt
Cobalt ist das Zentralatom des Vitamin B12 und ist dadurch an den wichtigsten Reaktionen im Organismus beteiligt und kann vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen
schützen.
3. Eisen
Eisen ist sehr wichtig für die körperliche Leistungsfähigkeit, im Hämoglobin transportiert es den lebenswichtigen Sauerstoff durch den
Körper. Außerdem wird Eisen zur Energiegewinnung aus der Nahrung benötigt, es ist Bestandteil der Enzyme der Atmungskette, in der ATP, die
Energiequelle der menschlichen Aktivität, produziert wird. Als Bestandteil von antioxidativen Enzymen hilft Eisen die Zellen vor oxidativem Stress zu
schützen. Gut bioverfügbares Eisen kommt überwiegend in tierischen Rohstoffen vor, Eisen aus pflanzlichem Ursprung ist nur gering bioverfügbar.
Besonders Mädchen und Frauen bis zur Menopause benötigen Eisen. Die Eisenresorption wird durch kleine Mengen an Vitamin C verbessert.
4.Fluor/Fluorid
Fluor ist als nicht essentielles Spurenelement ein wichtiger Faktor zur Kariespräventation.
5. Jod/Jodid
Jod wird für die Synthese der Schilddrüsenhormone benötigt, diese spielen eine essentielle Rolle im wachstum, bei der Gehirnentwicklung, der
Knochenbildung, der Regulation des Energiestoffwechsels und der Kontrolle des Grundumsatzes.
6. Kupfer
Reich an Kupfer sind besonders Vollkornprodukte, Nüsse, Fische und Schalentiere. Auch Kupfer ist Bestandteil der Atmungskette, die dem Körper Energie
in Form von ATP bereitstellt. Kupfer schützt vor freien Radikalen, es ist beteiligt an der Umwandlung zu weniger schädlichen Substanzen. Kupfer wird für
den Aufbau von Hämoglobin (Sauerstofftransport im Blut) benötigt und steht daher in engem Zusammenhang mit dem Eisenstoffwechsel. Kupfer trägt auch zur
Quervernetzung von Kollagen und Elastin bei und damit zur Erhaltung von normalen Bindegewebe.
7.Mangan
Mangan ist Bestandteil verschiedener Enzyme im Körper. Unter anderem wird es im Kohlenhydratstoffwechsel gebraucht. Auch Mangan schützt als Bestandteil
eines antioxidativen Enzyms vor radikalen Sauerstoffverbindungen. Zusammen mit dem Vitamin K hilft es bei der Blutreinigung. Mangan wird auch benötigt um Calcium
in Knochen und Zähnen einzulagern.
8. Molybdän
Molybdän ist ein essentielles Spurenelement, welches Cofaktor von Enzymen ist, z.B. im Kohlenhydratwechsel.
9.Selen
Reich an Selen sind Leber, Muskelfleisch und Hülsenfrüchte, wobei der Gehalt durch selenarme Böden immer mehr zurückgeht.
Selen ist nach Einschätzung vieler Studien ein allgemeines Mangelspurenelement. Selen schützt die Zellen, als Bestandteil eines antioxidativen Enzyms, vor
radikalen Sauerstoffverbindungen und damit vor oxidativen Stress. Außerdem trägt es zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und ist wichtig für
die Regulation der Stoffwechselvorgänge,da es an der Aktivierung der Schilddrüsenhormone beteiligt ist. Selen kann Schwermetalle binden und damit deren Toxizität
verringern.
10. Zink
Zink findet sich überwiegend in tierischen Produkten und ist deswegen häufig ein Spurenelement, das für Vegetarier wichtig ist.
Es trägt zu einem normalen Kohlenhydrat- und Fettsäurestoffwechsel bei. Weiterhin ist es wichtig für das Wachstum und trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit
bei. Zink wird außerdem für die Immunabwehr benötigt und ist Bestandteil antioxidativer Enzyme. Zink wird benötigt zur Erhaltung normaler
Knochen und für geschmeidige Haut, Haare und Nägel.
Quellen: Hauptsächlich Ernährungsmedizin, Biesalski, 4. Auflage und Lehrbuch der Lebensmittelchemie und Ernährung, Ebermann und Elmadfa 2008.